Die Auflage der Frankfurter Rundschau (FR) soll auf etwa 70.000 Exemplare reduziert werden. Dies teilte der Geschäftsführer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Tobias Trevisan in einem Interview mit dem Fachmagazin Werben und Verkaufen (W&V) mit. Damit wird nun bei der FR ausschließlich die hart verkaufte Auflage aus Abonnements und Kioskverkäufen gezählt. Die bisherige Auflage von 107.500 wird um 37.500 Exemplare schrumpfen.

"Die Branche hat in den vergangenen Jahren die Auflagen über sonstige Verkäufe und Bordexemplare künstlich hochgehalten. Dies hat die Werbebranche aber längst durchschaut", erklärt Trevisan die Kürzungen im Interview mit W&V.

Ende Februar hatte die FAZ die insolvente Frankfurter Rundschau übernommen und mit der Umstrukturierung der Zeitung begonnen. Neben den Kürzungen soll, laut Trevisan, bei der einst überregionalen FR der regionale und lokale Schwerpunkt in der Rhein-Main-Region gestärkt werden. Mit der neuen Strategie soll die Eigenständigkeit der Zeitung erhalten werden.

 
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